Slow Food:

Für eine authentische Genusskultur

Die 1986 in Italien gegründete Slow-Food-Bewegung steht für Qualität und Vielfalt des Essens, für die Rückbesinnung auf eine regionale Essenskultur und verantwortungsvollen Genuss. Laut Gründer Carlo Petrini müssen wir alle „von passiven Konsumenten zu Co-Produzenten“ werden, zu Essern, die sich eine „umfassende Kenntnis über Ursprung, Verarbeitung und Qualität der Lebensmittel aneignen; die einen Teil der Verantwortung für sich, ihre Region und den Rest der Welt übernehmen“. (Interview in DIE ZEIT, 19.5.11)

Seit November letzten Jahres ist Edgar Eller Präsident von Slow Food Vorarlberg. Die Vereinigung wurde vor über 15 Jahren gegründet und hat 150 Mitglieder. Herr Eller sieht in Vorarlberg eine große Bereitschaft, die Ideale von Slow Food zu leben: „Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über die Produkte, die sie konsumieren. Sie wollen wissen, woher das Essen auf ihrem Teller kommt, welche Lebensmittel sie verarbeiten.“ (Interview mit Edgar Eller am 19.1.2012)
 

Individuelles Recht auf Genuss

Dass es dabei auf das Verhalten eines jeden Einzelnen ankommt, will Slow Food vermitteln. „Jeder von uns hat ein ganz individuelles Recht auf Genuss. Dieses Recht geht einher mit der Verantwortung, bewusst zu konsumieren, sich für regionale, qualitativ hochwertige Produkte zu entscheiden“, so Edgar Eller.

Dasselbe gilt für die Gastronomie. Wirte tragen Verantwortung für die Lebensmittel, die sie in ihrer Küche einsetzen. Durch Vernetzung mit lokalen Produzenten können Gastronomen sowohl zum Erhalt der regionalen Wertschöpfung beitragen als auch ihren Gästen regionale Gerichte aus hochwertigen, saisonalen Produkten bieten. Edgar Eller: „Das Ziel liegt für Slow Food Vorarlberg nicht in einem externen Slow-Food-Bewertungssystem für Gastronomiebetriebe. Vielmehr wollen wir Menschen ermutigen, gegebene Dinge zu hinterfragen, sich kritisch damit auseinanderzusetzen, wo und was sie essen. Nichtsdestotrotz gibt es in Vorarlberg zahlreiche Betriebe, denen Regionalität, Qualität und Nachhaltigkeit sehr wichtig sind und die daher natürlich als Slow Food affin bezeichnet werden können.“ 

Chef's Table Bodensee
Lokal Tipp
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